Flechten eines Zopfes mit Vier Strängen – Nr. 1

Während ich einen Zopf aus hellem Kamutmehl gebacken habe, machte ich diese Fotos wie man einen Zopf flechtet. Zugegeben, ich habe die Methode stumpf abgeschaut von Jeffrey Hamelmanns „Bread“, ein Buch das man jedem empfehlen kann der das Brotbacken vertiefen möchte.

Man legt die vier Stränge schlicht nebeneinander und nun geht’s los! Jedes Bild entspricht einem Schritt.

Zunächst alle Stränge gut sortiert nebeneinander legen.

Schritt 1: Zunächst alle Stränge gut sortiert nebeneinander legen.

 

Schritt 2: Strang 1 wird über Strang 2 gelegt.

Schritt 2: Strang 1 wird über Strang 2 gelegt.

 

Schritt 3: Strang 4 wird nun unter Strang 3 und über Strang 1 gelegt.

Schritt 3: Strang 4 wird nun unter Strang 3 und über Strang 1 gelegt.

 

Schritt 4:

Schritt 4: Strang 2 wird über Strang 4 gelegt.

 

Schritt 5: Zum Abschluss der ersten Runde legt man Strang

Schritt 5: Zum Abschluss der ersten Runde wird Strang 3 unter Strang 1 über Strang 2 geführt.

Diese Schritte wiederholt man so lange, bis man den ganzen Zopf geflochten hat. Als letzten Schliff versteckt man die Enden des Zopfes unter den geflochtenen Strängen.

Der fertige Zopf.

Der fertige Zopf.

Viel Spaß beim flechten!

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Einfaches Füllen eines Zopfes

Die einfachste Methode einen Zopf zu füllen ist wahrscheinlich diese hier. Die Masse wird schlicht eingerollt. Das Endergebnis ist eine gefüllte Teigröhre. Die Bilder habe ich gemacht als ich einen Zopf mit Nussfüllung gebacken habe.

Um den Zopf zu füllen, muss man den Teig zunächst ausrollen. Danach schneidet man so viele Streifen, wie man Stränge möchte. In diesem Fall habe ich drei Schnitte gesetzt um vier Streifen zu erhalten.

Dieser Teig wurde zuerst dünn und gleichmäßig ausgerollt, dann mit der Teigkarte in vier Streifen geschnitten.

Dieser Teig wurde zuerst dünn und gleichmäßig ausgerollt, dann mit der Teigkarte in vier Streifen geschnitten.

Jetzt die Füllung am oberen Ende der Streifen aufspritzen,…

Am oberen Ende der Streifen wurde die Füllung aufgebracht.

Am oberen Ende der Streifen wurde die Füllung aufgebracht.

… anschließend gleichmäßig und fest einrollen.

Das Einrollen in vier Schritten. Unten wie am Anfang, oben die fertige Rolle.

Das Einrollen in vier Schritten. Unten wie am Anfang, oben die fertige Rolle.

 

Zum Schluss, die Stränge von der Arbeitsfläche lösen und etwas Mehl auf alle klebriges Stellen geben.

Fertig sind die gefüllten Stränge, viel Spaß beim Flechten!

Nachtrag zum Christstollen mit Sauerteig

Vor einiger Zeit, passenderweise vor Weihnachten, hatte ich einen Christstollen mit Sauerteig gebacken, der leider nicht aufgehen wollte. Er war zwar lecker, aber doch etwas kompakt und klitschig.

Der Christstollen hat mich nicht losgelassen. Nach einer kleinen Recherche, habe ich die Lösung des Problems gefunden: Die Stückgare war zu kurz! Also, habe ich nicht lange gewartet, sondern einfach noch einen gemacht. Es hat funktioniert. Der zweite Stollenversuch ist aufgegangen. Zum Weihnachtsabend konnte ich schließlich den Sauerteigstollen mit seinem Hefeäquivalent vergleichen. Das Resultat?

StollenBeginn

Der Hefestollen ging besser auf als der Sauerteigstollen. Der Sauerteigstollen lag vom Krumengeschmack zwar vorn, aber große Auswirkungen auf den Gesamtgeschmack hatte das kaum. Ein Stollen lebt halt von seinen kostbaren Zutaten und dem Geschmack, der langsam durch den ganzen Stollen ziehen kann. Gute Zutaten im richtigen Verhältnis, sorgfältig verarbeitet und eine lange Lagerung sind deutlich wichtiger als das Sauerteigaroma.

Fazit: Der Christstollen schmeckte so oder so super. Die Zutaten sind in einem guten Verhältnis und schmecken wirklich weihnachtlich. Alle Aromen von Rosinen, Rum, Früchten und Nüssen kommen ausgewogen zur Geltung. mit leichter Dominanz der Rosinen. Ein wirklich leckerer, empfehlenswerter Stollen. Ob man ihn mit Sauerteig oder Hefe treibt hängt von persönlichen Vorlieben ab. Wer es gerne locker mag, wählt Hefe. Wer stolz darauf ist mit seinem eigenen Sauerteig zu treiben oder wer leicht bessere Aromen einer kompakteren Krume vorzieht, wählt den Sauerteig.

Stollen1

Und nun das erfolgreiche Rezept. Neben der längeren Stückgare, habe ich auch die Sauerteigführung (nach Marla im Sauerteigforum) optimiert.

Sauerteig (12h & 6h):

  • 50g & 100g Weizenmehl 550;
  • 50g & 100g Milch;
  • 10g Weizenanstellgut.

Rosinen-Mandel-Rum-Mischung (min. 10h):

  • 300g Rosinen;
  • 100g gehackte Mandeln;
  • 30g Rum;
  • kochendes Wasser.

Milk Roux (idealerweise min. 4h):

  • 30g Weizenmehl 550;
  • 150g Milch.

Hauptteig (4-5h Stückgare):

  • 250g Butter;
  • 75g Zucker;
  • 5g Salz;
  • 0,5g Zimt;
  • 0,5g Kardamon;
  • 0,5g Muskatblüte;
  • Mark einer Vanillieschote;
  • Milk Roux;
  • Sauerteig;
  • 400g Weizenmehl 550;
  • 50g Orangeat;
  • 50g Zitronat;
  • Rosinen-Mandel-Rum-Mischung;
  • 140g Marzipan.

Zum Bestreichen:

  • 50g geschmolzene Butter;
  • Puderzucker.

Am Tag zuvor das Anstellgut mit je 50g Mehl und Milch vermischen. Nach 12 bis 16 Stunden den Sauerteig noch einmal mit je 100g Milch und Mehl auffrischen und für weitere 4 bis 6 Stunden stehen lassen. Nach der Auffrischung sollte sich das Volumen verdoppeln. Um den Sauerteig optimal zu führen, achtet auf eine fallende Temperatur: 26 bis 28º C bei der ersten Stufen, 22 bis 24º C bei der zweiten.

Die Rosinen-Mandel-Rum-Mischung spätestens am Vorabend des Backtags ansetzten. Dafür Ronsinen und gehackte Mandeln in einer Schale vermischen, mit dem Rum bespränkeln und die Schale mit kochendem Wasser auffüllen.

Für das Milk Roux 30g Mehl und 150g Milch vermischen, erhitzen bis die Mehlstärke verkleistert, dann vom Herd nehmen und noch etwas weiterrürhren. Idealerweise sollte sich das Roux 4 Stunden setzen, man kann es aber auch sofort benutzen, wenn man es eilig hat.

Für den Hauptteig zunächst die Butter mit dem Zucker und allen Gewürzen schaumig schlagen. Dann den jungen Sauerteig, das Milk Roux und das Mehl mit der Buttermasse verrühren. Anschließend, am besten von Hand, die Rosinen-Mandel-Rum-Mischung, das Orangeat und Zitronat unterkneten, genau bis die Fruchtstücke gut verteilt sind. Den Teig halbieren und eine Viertelstunde ruhen lassen.

Während der Teig ruht, je die Hälfte des Marzipans zu einer Rolle von etwas weniger als 30 cm Länge rollen. Anschließend den Teig auf 30 cm x 45 cm ausrollen, die Marzipanrolle auflegen und den Stollen formen. Stefanie von “Hefe und Mehr” hat dafür eine sehr gute Anleitung gemacht.

Nun den Teig 4 bis 5 Stunden gehen. Sein Volumen sollte sich deutlich vergrößert haben. Erst dann darf er in den Ofen.

Den Stollen bei 200º C für 40 Minuten backen. Kurz vor Ende der Backzeit, Butter schmelzen und den Stollen noch heiß damit einstreichen. Nach dem Abkühlen, wird der Stollen mit einer Portion Puderzucker abgerundet.

Guten Appetit!

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Experiment: Christstollen mit jungem Sauerteig

Ups, da war wohl jemand spät dran dieses Jahr. Ich habe meinen Stollen noch gerade rechtzeitig für Weihnachten gebacken. Das Nachbacken hat mich aber nicht ganz glücklich gemacht. Deshalb wurde ein kleines Experiment eingebaut. Chad Robertson (Tartine Bread) benutzt für seine Brote einen jungen Sauerteig, der durch die Kurze Führung relativ wenig Säurebakterien enthält. (Es gibt auch einen Kuchen, der mit so einem Teig arbeitet.) So einen jungen Sauerteig hatte ich schon einmal für einen süßen Hefeteig benutzt. Die kleinen Brötchen aus diesem Teig schmeckten herrlich aromatisch, auf eine subtile Art und Weise.

Stollen1

Mein erster Christstollen von vor über 10 Jahren war auch ein Experiment. Dieser erste Stollen war auch mein ersterVersuch mit einem Hefeteig zu arbeiten. Der erste Teig landete auch direkt im Müll. (Ich dachte er geht nicht auf, tat er aber doch – nur dann im Mülleimer.) Ich hatte aber noch Zeit einen zweiten Teig zu machen. Und so war mein erster Backtag mit Hefe, doch noch ein Erfolg geworden. Stolz wie Bolle war ich auch.

Nun also wieder ein Experiment mit Christstollen. Dieses Mal habe ich Stefanies Christstollenrezept genommen. An den eigentlich Zutaten habe ich wenig verändert. Stefanies wohlerprobtes Rezept arbeitet mit einem Frischhefe-Vorteig. Diesen habe ich durch einen jungen Sauerteig ersetzt. Ich habe 50g Mehl, 50g Milch und 30g Weizenanstellgut für 10 Stungen reifen lassen, anschließend noch einmal 50g Mehl und 50g Milch untergemischt und alles für weitere 6 Stunden reifen lassen. Des Weiteren habe ich die Stückgare auf 2 Stunden verzögert.

Nun konnte ich natürlich kein echtes Experiment machen ohne einen Vergleich zu haben. Also habe ich mehrere Stollen gebacken, einmal nach Stefanies Rezept und einmal mit meiner Abwandlung, mit einem jungen Sauerteig als Vorteig.Zu verschenken gibt es ja immer was!

Die Stollen mit frischer Hefe sind besser aufgegangen als jene mit jungem Sauerteig. Das muss nächstes Jahr besser werden. Zum Glück lebt ein Stollen nicht gerade vom luftigen Teig und so kann man den Sauerteigstollen auch noch problemlos servieren. Geschmacklich überzeugen nämlich beide.

Gleichstand herrscht natürlich bei den weihnachtlichen Zutaten wie Mandeln, Marzipan, Orangeat, und wie sie alle heißen. Die Geschmacksunterschiede sind sehr subtil, aber spürbar.

Fazit: Ich kratze mich gerade am Kopf und frage mich was schief lief. Meine Sauerteige haben durchaus Triebkraft. Aber naja, bist zum nächsten Stollen ist ein Jahr Zeit um das Problem zu lösen. Zwar ist der missglückte Stollen kompakt und fest. Trotzdem ist der Stollen mit Sauerteig geschmacklich reicher. Falls er diesen Reichtum in den Wochen bist Weihnachten verliert, werde ich das noch einmal kurz nachtragen. In jedem Fall ist die Idee mit dem selbstgemachten Sauerteig zu arbeiten, anstatt mit der industriell produzierten Hefe, ein sehr verlockender Gedanke. Jetzt muss es nur noch klappen!

Dichte kompakte Krume, eines ansonsten leckeren Stollens

Dichte kompakte Krume, eines ansonsten leckeren Stollens

Für all jene, die mein Experiment auch machen möchten, hier mein Rezept für den Christstollen mit jungem Sauerteig. Seid aber gewarnt: Irgendwo sitzt hier ein Fehler!

Junger Sauerteig (10h & 6h):

  • 50g & 50g Weizenmehl 550;
  • 50g & 50g Milch;
  • 30g Weizenanstellgut.

Rosinen-Mandel-Rum-Mischung (min. 10h):

  • 300g Rosinen;
  • 100g gehackte Mandeln;
  • 30g Rum;
  • kochendes Wasser.

Milk Roux (idealerweise min. 4h):

  • 30g Weizenmehl 550;
  • 150g Milch.

Hauptteig (2h Stockgare + 15 Minuten Stückcgare):

  • 250g Butter;
  • 75g Zucker;
  • 5g Salz;
  • 0,5g Zimt;
  • 0,5g Kardamon;
  • 0,5g Muskatblüte;
  • Mark einer Vanillieschote;
  • Milk Roux;
  • junger Sauerteig;
  • 400g Weizenmehl 550;
  • 50g Orangeat;
  • 50g Zitronat;
  • Rosinen-Mandel-Rum-Mischung;
  • 140g Marzipan.

Zum Bestreichen:

  • 50g geschmolzene Butter;
  • Puderzucker.

16 Stunden vorm Backen das Anstellgut mit 50g Mehl und Milch vermischen. 6 Stunden vor dem Backen, den Teig noch einmal mit 50g Milch und Mehl auffrischen.

Die Rosinen-Mandel-Rum-Mischung spätestens am Vorabend des Backtags ansetzten. Dafür Ronsinen und gehackte Mandeln in einer Schale vermischen, mit dem Rum bespränkeln und die Schale mit kochendem Wasser auffüllen.

Für das Milk Roux 30g Mehl und 150g Milch vermischen, erhitzen bis die Mehlstärke verkleistert, dann vom Herd nehmen und noch etwas weiterrürhren. Idealerweise sollte sich das Roux 4 Stunden setzen, man kann es aber auch sofort benutzen, wenn man es eilig hat.

Für den Hauptteig zunächst die Butter mit dem Zucker und allen Gewürzen schaumig schlagen. Dann den jungen Sauerteig, das Milk Roux und das Mehl mit der Buttermasse verrühren. Den Teig anschließend 2 Stunden gehen lassen.

Nach dieser Gare, die Rosinen-Mandel-Rum-Mischung, das Orangeat und Zitronat unterkneten, genau bis die Fruchtstücke gut verteilt sind. Den Teig halbieren und kurz ruhen lassen.

Während der Teig ruht, je die Hälfte des Marzipans zu einer Rolle von etwas weniger als 30 cm Länge rollen. Anschließend den Teig auf 30 cm x 45 cm ausrollen, die Marzipanrolle auflegen und den Stollen formen. Stefanie von „Hefe und Mehr“ hat dafür eine sehr gute Anleitung gemacht.

Nun den Stollen bei 200º C für 40 Minuten backen. Kurz vor Ende der Backzeit, Butter schmelzen und den Stollen noch heiß damit einstreichen. Mit einer Portion Puderzucker wird der Stollen abgerundet.

Viel Erfolg!

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Kuchen im Glas

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Kuchen im Glas ist die geniale Antwort des verplanten Hedonisten. Ich liebe diese selbstgemachten Kuchenkonserven, falls unerwartet Freunde vorbeikommen oder falls ich einfach mal Lust auf Kuchen kriege. Sobald eine Ladung von Kuchen im Glas alle ist, lässt die nächste selten lange auf sich warten. Der Vorteil liegt auf der Hand. Sollte irgendjemand Lust auf ein bisschen Kuchen kriegen, ist das Glas schnell geöffnet und eine kleine Potion Kuchen wartet darauf verzehrt zu werden.

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Es eignen sich vor allem einfach gehaltene Rührkuchen. Sahne, Merengue und andere Raffinessen können schlicht nicht konserviert werden. Meistens mache ich deshalb Zitronenkuchen oder einen verfeinerten Marmorkuchen. Leider leidet der Geschmack ein bisschen, wenn der Kuchen länger steht. Außerdem habe manche Teige auch die Neigung etwas zäh zu werden. Aber das kann man durch eine geeignetes Rezept verhindern. Nichtsdestotrotz ist der Kuchen im Glas, meiner Ansicht nach, eine geniale Erfindung. Kuchen im Glas ist Genuss, haltbar gemacht, für den richtigen Moment.

Für Kuchen im Glas eignen sich eigentlich alle Vakuum-verschließbaren Gläser. Am besten sind Gläser die nach oben weiter werden. Bon Maman Marmeladengläser haben so eine Form. Geeignete Gläser hebe ich regelmäßig auf. Andere Marmeladengläser und sogar Gläser von Essiggurken tun es aber auch.

Ich probiere immer gerne neue Rezepte aus. Für die heutige Runde gab es einen Marmorkuchen vom Blog Zucker , Zimt und Liebe. Abgesehen vom soliden Rezept, ist der Eintrag echt kreativ und einen Blick wert. Um sechs Bon Maman Marmeladengläser zu füllen, habe ich das Rezept halbiert.

 

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Rezept für den Rührteig:

– 3 Eiweiß;
– 75g Zucker;

– 250g Butter (zimmerwarm);
– 75g Zucker;
– 2 Tl Vanilliezucker (bzw. 1 Packung Vanilliezucker);
– 1 Prise Salz;
– 1 Ei;
– 3 Eigelb;
– 300g Mehl;
– 4 gestrichene Tl Backpulver (bzw. 1/2 Packung Backpulver);
– 2 El Milch;

… für die dunkle Hälfte:

– 1 El Milch;
– 3 El Kakao;

… zwischen den Schichten:

– Orangenmarmelade nach Bedarf (bei mir war es 1/3 vom ganzen Glas).

 

Zunächst sollte man die Gläser mit Butter einfetten, mit Mehl bestäuben und den Ofen auf 160° C vorwärmen. Die Temperatur wähle ich relativ niedrig um die Oberseite des Kuchens nicht zu verbrennen. Die Gläser schirmen sehr viel Hitze ab und das Kucheninnere braucht daher, trotz der kleinen Größe des einzelnen Kuchens, länger als normal um durch zu backen.

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Für den Kuchen beginnt man damit die drei Eiweiße zu Eischaum zu schlagen. Wenn die Eiweiße die ersten Blasen bilden und nicht mehr durchsichtig sind, die 75g Zucker in drei Schritten hinzufügen. Der Zucker stabilisiert den Eischaum.
Um den Teig anzurühren, den Zucker, den Vanilliezucker und das Salz mit der zimmerwarmen, weichen Butter schaumig rühren. Das eine ganze Ei und die drei Eigelbe nach und nach unter rühren, bis die Eier vollständig vom Teig aufgenommen sind. Mehl, Backpulver und Milch unterrühren. Nun den Eischaum vorsichtig unterheben. Das geht anfangs etwas mühsam, da der Teig noch recht fest ist, aber mit Geduld geht alles!

Jetzt die Hälfte des Teiges auf die Gläser verteilen und drei bis vier Teelöffel Orangenmarmelade in jedem Glas auf dem Teig verteilen.

Anschließend die Milch und den Kakao unter den restlichen Teig heben und auf die Gläser verteilen. Nun mit einer Kuchengabel bis in den unteren Teig stechen und mit einer einzigen, Haken-artigen Bewegung die weiße und braune Teigschicht leicht durcheinander bringen. Zum Schluss, die Gewinde der Gläser von Teigresten reinigen, damit die Gläser später perferkt schließen.

Nun kommen die Gläser ab in den Ofen und anschliend kann man sich auf den Kuchen freuen. Wie lange man sich auf den Kuchen freuen muss, hängt stark von den Gläsern ab. Ich habe meine Gläser 50 Minuten im Ofen gehabt. Man sollte aber nicht zu viel auf diese Angabe vertrauen, sondern ein Auge auf die Kuchen werfen. Die Stäbchenprobe ist ein Muss, da durch die wärme-isolierenden Gläser die Kuchen ungleichmäßig garen.

Wenn die Gläser aus dem Ofen kommen, müssen sofort die Deckel auf die Gläser. Achtung, nicht die Finger verbrennen und einen Topflappen benutzen! Falls der Kuchen über den Glasrand hinaus steht, schneide ich diesen Teil immer ab.

Soabld die Gläser abgekühlt sind, kann man sehen ob sie verschlossen sind. Wenn man den Deckel nicht eindrücken kann, hat sich ein Vakuum gebildet und der Kuchen ist sicher eingeschlossen. Sollte kein Vakuum entstanden sein (d.h. man kann den Deckel eindrücken), ist Luftaustauch möglich und man sollte von begrenzter Haltbarkeit der Kuchen ausgehen. Ja, sofort essen ist die beste Lösung.

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Natürlich kann ich nicht für die Haltbarkeit garantieren. Wenn ein Kuchen ein paar Wochen steht, dann muss man immer kontrollieren ob er noch gut ist. Wenn er seltsam schmeckt, wird das einen Grund haben: Weg damit!

Herrlich flockige Scones

Vor einiger Zeit hat mich eine Freundin auf ein Rezept von „Tracey’s Culinary Adventures“ aufmerksam gemacht, das herrlich flockige Scones liefert. Die Zutaten machen die Scones lecker, sind aber nicht die Ursache für die flockige Konsistenz. Das eigentlich besondere ist die Führung des Teiges, welche Scones mit ungefähr 80 Schichten Teig liefert.

Flaky Scones

Die veränderte Verarbeitung des Teiges hat etwas nachteilige Auswirkungen auf den Geschmack, aber die besondere Konsistenz ist unbestechlich. Die Konsistenz und die Idee, diese Technik überhaupt zu gebrauchen, machen das Rezept sehr bemerkenswert.

Aber was ist jetzt das Geheimnis? Um Scones besonders flockig zu kriegen muss der Teig wie ein Blätterteig verarbeitet werden. Keine Sorge, es ist bei weitem nicht so viel Sorgfalt nötig wie bei einem echten Blätterteig, lediglich das Funktionsprinzip ist dasselbe. Durch mehrmaliges Ausrollen und Falten werden dünne Schichten Butter zwischen den Teig gearbeitet, so dass die einzelnen Schichten des Teiges beim backen getrennt bleiben. Wichtig ist es dabei, kalte Buttermilch und kalte Butter zu gebrauchen. Vor allem die Butter darf nicht zu weich werden, sondern muss bis zum backen relativ kalt bleiben.

Das Originalrezept schien mir etwas zu süß und etwas zu großzügig mit der Butter; also habe ich es ein klein wenig angepasst.

 

Buttermilch Scones:Buttermilch-Sconce-Zutaten

  • 250g Mehl (550);
  • 1/2 Packung Backpulver (8g);
  • 1 geh. TL Backnatron (8g);
  • 180ml kalte Buttermilch;
  • 2 EL Zucker (oder Honig);
  • 50g kalte Butter.
  • (evtl. zum bestreichen) 1 Ei mit einem Schuss Milch.

 

Alle Zutaten bis auf die Butter werden zügig vermischt. Das Gemisch sollte für 10 Minuten, in Folie im Kühlschrank lagern. Danach wird es interessant…

Man rollt den Teig aus und verteilt Flocken der kalten Butter auf dem Teig. Dann wird der Teig zusammengefaltet.

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Nun wird der Teig vier mal wie einen Brief gefaltet. Dazu rollt man den Teig aus und faltet die äußeren Drittel nach innen.

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Dabei muss der Teig nicht jedes Mal quadratisch ausgerollt werden. Meistens rolle ich den Teig zunächst quadritisch aus und falte ihn. Dann rolle ich das erhaltene Rechteck flacher und falte die langen Enden ein, so dass wieder ein Quadrat entsteht.

Anschließend den Teig 1,5 cm dick ausrollen und mit einem kleinen Glas austechen. Man sollte bis zu 8 Scones austechen können. Aus den Teigresten kann man noch weitere Scones machen. Diese werden aber meistens etwas unförmig, weil beim zusammenlegen der Teigreste die Teigstruktur leicht kaputt geht.

Optional kann man die Scones vor dem backen noch mit der Ei-Milchmischung bestreichen.

Die Scones bei 180 °C für ca. 8 Minuten backen.

Nach dem Backen hat man Scones die herrlich leicht auseinander zu ziehen sind und deren Flakes sich prächtig mit Marmelade beschmieren lassen.

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Zum Angeben: Diese Scones haben 82 Teigschichten. Man startet mit 1 Schicht Butter (Teig/Butter/Teig). Nach einmaligem Falten hat man 3 Schichten Butter. Nach dem zweiten Falten erhält man 9 Schichten, dann 27, dann 81 Schichten Butter. Unter jeder Schicht Butter liegt eine Schicht Teig, zum Abschluss liegt noch eine Schicht Teig ganz oben als Abschluss: Wer sauber arbeitet hat also im Prinzip 82 Schichten Teig.

Achso, sollte man alle Zutaten einfach nur vermengen (oder sollte etwas schief gehen) wird es trotzdem lecker. Zum Vergleich dieselben Scones, mit wenig Aufwand:

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