Marmorkuchen mit (lecker viel) Milch

Zufallstreffer sind das Beste. Dieser Marmorkuchen ist so einer. Danke lieber Zufall!

MilchmarmorBeginn

Dieser Marmorkuchen war eigentlich Teil eines Experiments. Water Roux ist bei Broten ja gerade total hip, weil es mehr Feuchtigkeit in den Teig bringen, ohne die Bearbeitung wesentlich schwieriger zu machen. Für ein Water Roux wird ein Teil Mehl mit fünf Teilen Flüssigkeit vermischt (z.B. 30g Mehl mit 150g Wasser) und bis 65º C erhitzt. Ab dieser Temperatur bindet die Stärke das Wasser. Man erhält einen Schleim, der sich gut im Brot verarbeiten lässt, wie z.B. hier.

Auf den Trend musste ich natürlich aufspringen. Also hatte ich mich an einem Marmorkuchen mit Water Roux probiert. In meinem Fall habe ich 60g Mehl mit 300g Milch verkocht und zu 200g Butter, Zucker, Ei und 240g Mehl gegeben. So weit so gut, der Kuchen war nicht schlecht. Als Vergleich habe ich einen Kuchen mit den gleichen Zutaten gemacht, allerdings ohne Mehl und Milch zu einem Water Roux zu verarbeiten. Beides waren Marmorkuchen mit lecker viel Milch. Und, was bringt ein Water Roux?

Nichts. Echt nichts. Jedenfalls beim Kuchen bringt ein Water Roux gar nichts. Die Masse wird zwar etwas zäher, aber da doch alles in einer Backform landet und dort vom Ei gebunden wird, braucht man kein Water Roux. Schade. Das Water Roux hat dem Kuchen sogar ein kleines Bisschen geschadet. Die Krume beim Kuchen mit Water Roux war etwas fester als beim Kuchen ohne Water Roux.

Das Experiment war aber trotzdem ein voller Erfolg, weil der Vergleichsmarmorkuchen mit lecker viel Milch (und ohne Kochstück) mein derzeitiger Publikumsliebling ist. Die Krume ist sehr saftig, locker, schmilzt auf der Zunge und schmeckt gleichzeitig nach einem klassichen Marmorkuchen. Man bemerkt die Milch, aber der Gesamtgeschmack leidet nicht. Im Gegenteil, der Kuchen wird schön kakaoig, weil die Milch den Kakaogeschmack nach vorne trägt.

Noch ein kleiner Hinweis: Beim Backen in der Kastenform hat sich unten ein kleiner Strich festen Teiges gebildet. Wahrscheinlich weil die Kuchenmasse von all der leckeren Milch viel zu schwer geworden ist. Als Gugehupf war die Krume aber ohne Tadel.

Wie ich oben schon geschrieben hatte, ist dieser Kuche mein derzeitiger Publikumsliebling. Die Krume ist unschlagbar, weil sie saftig und fluffig ist, ohne fettig zu sein. Der Kuchen hat etwas Leichtes und gut sieht er auch noch aus. Er bekommt deshalb eine deutliche Nachbackempfehlung. Macht den Ofen an und probiert ihn aus!

Milchmarmor1

Das Beste, der Marmorkuchen ist ganz einfach zu backen:

Zutaten:

  • 200g Butter;
  • 200g Zucker;
  • 200g Ei (4 Eier Größe M);
  • 2 El Rum;
  • 300g Milch;
  • 300g Mehl;
  • 1 Prise Salz
  • 15g (1 Packung) Backpulver;
  • 3 El Kakao.

Zubereitung:

Die Butter cremig rühren, dann mit dem Zucker schaumig schlagen. Anschließend die Eier einzeln unter die Masse rühren. Rum zur Masse geben; Mehl, Backpulver und Salz vermischen. Nun in drei bis vier Schritten Milch und Mehl zügig unter den Teig mischen. Die Hälfte des Teiges in eine Kuchenform geben, den Kakao unter die andere Hälfte heben. Abschließend auch die Kakaomasse in die Form geben und alles mit einer Gabel einmal durchwirbeln. Den Kuchen für 60 Minuten bei 180º C backen.

 MilchmarmorEnde

Demnächst werde ich noch mehr Milch in den Kuchen tun. Mal sehen ab wann es schief geht…

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Ein Gedanke zu “Marmorkuchen mit (lecker viel) Milch

  1. Pingback: Schokoladen-Käsekuchen | ofenkante

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