Kranichbeeren-Kamutbrot nach Levine

Kamutmehl. Viel habe ich davon gelesen, wenig gegessen. Also musste ein Sack Kamutmehl ins Haus. Mit der letzten Mehllieferung kam es dann und eine passende Rezeptidee kurz darauf auch. Da mein Mitbewohner ein paar Kranichbeeren (Cranberries) im Gefrierschrank „vergessen“ hatte, war es kein Problem diese Kranichbeerenbrote zu backen. Danke an Levine für’s Rezept und Danke an meinen Mitbewohner für die Beeren! (Er hatte sich dann beim Anblick des fertigen Brotes mit einem etwas bedauernden Blick an die Beeren erinnert.)

KranBeginn

Das Mehl war super, die Beeren leider etwas zu sauer. Ich habe mich vor allem auf die Bissen ohne die Beeren gefreut. Wahrscheinlich hätte ich, wie im Originalrezept, getrocknete Beeren benutzen sollen. Eine Gute Idee war es hingegen, die Brote nur mit Kamutmehl zu backen. Das Mehl trägt eine angenehme Süße im Geschmack und wirkt sehr proteinreich. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich gedacht es wären Zucker und Ei im Teig. Der Geschmack des Kamutmehles wirkt sich auch auf den Sauerteig aus. Er ist noch milder und schmeckt noch milchiger als ein üblicher Weizensauerteig. Insgesamt wirkte das Kamutmehl von sich aus aromatischer und süßer als der heutzutage übliche Weizen.

Wie gesagt, ich würde beim nächsten Backen getrocknete Beeren benutzen, die am Abend zuvor in Wasser eingelegt wurden. Die Teigführung ist straight-forward, die Brotkrume schmeckt unaufgeregt gut. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, sind mir die Brote etwas in die Übergare gerutscht. Das war aber absolut kein Problem.

Als Kamutmehltest waren die Brote ein voller Erfolg. Insgesamt haben die sauren Beeren dem Genuss leider etwas entgegengestanden.

Kran1

Hier nun das Rezept für zwei Kranichbeeren-Kamutbrote.

Kamutsauerteig (20h bei Raumtemperatur):

  •  90g Kamutmehl;
  • 90g Wasser;
  • 9g Weizenanstellgut.

Hauptteig (1h Stockgare & 1h Stückgare):

  •  Kamutsauerteig;
  • 450g Kamutmehl;
  • 280g Wasser;
  • 6g Frischhefe;
  • 10g Olivenöl;
  • 9g Salz;

Zum einarbeiten:

  • 200g Kranichbeeren (frisch / aufgetaut).

Den Sauerteig anrühren und 20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen, bis er von Blasen durchzogen ist.

Für den Hauptteig Sauerteig, Mehl, Wasser und Hefe fünf Minuten kneten. Dann Öl und Salz, während des Knetens, langsam zum Teig geben und alles verkneten bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Den Teig für eine Stunde bei Raumtemperatur zur Gare stellen.

Nun den Teig halbieren. Die Teiglinge fingerdick ausrollen, dann die Hälfte der Beeren auf je einem ausgerollten Teigling verteilen. Dabei einen Rand von 2cm zu allen Seiten lassen. Nun den Teig fest aufrollen, wobei die Beeren in den Teig gedrückt werden. Ziel ist es die Beeren gleichmäßig im Teig zu verteilen, ohne dass Beeren an der Außenseite der Brotlaibe sind. So verbrennen die Beeren nicht und man erhält eine schöne Kruste beim backen.

Nach dem aufrollen, die Teiglinge leicht nachformen und mit Schluss nach oben in einen bemehltes Gärkorb legen. Es folgt eine Stückgare von einer Stunde, in welcher die/der Bäcker/in gerne einen Kaffee trinken kann.

Die Teiglinge bei knapper Gare tief einschneiden und bei 240º C mit viel Dampf backen. Nach 10 Minuten den Dampf ablassen und die Temperatur auf 200º C senken. Noch weitere 35 Minuten ausbacken.

Viel Spaß beim backen und genießen!

KranEnde

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Ein Gedanke zu “Kranichbeeren-Kamutbrot nach Levine

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