Veganer Marmorkuchen

Tja, wer alle Marmorkuchen einmal durchbackt, der sollte auch vor veganen Rezepten nicht halt machen. Und so kommt heute der vegane Marmorkuchen von Shias Blog Cake Invasion auf den Tisch. Vegan ist an sich super toll. Es ist ja allgemein bekannt, dass bei Eiern viel getrickst wird, wenn es um Umwelt- und Tierschutz geht. Auf Eier verzichten scheint deshalb eine sehr gute Idee zu sein. In Zukunft werde ich mich dem Thema auch noch mehr widmen. Wer bis dahin nicht warten kann und jetzt schon einmal mehr Infos über veganes backen will, der ist bei Cake Invasion auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

Wie gesagt: Ich finde die Idee eines veganen Marmorkuchens super. Kuchen sind zwar vegetarisch, aber aufgrund der Butter, Eier und Milch alles andere als vegan. Für mich als veganen Analphabeten, war es außerdem ein kleines Rätsel wie man das Ei im Kuchen ersetzen sollte. Die Antwort dieses Rezepts ist: „Man muss es gar nicht ersetzen! Weglassen ist eben auch eine Lösung.“ Die Antwort gefällt, hoffentlich stimmt sie auch.

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Nun, wie eben geschrieben, sind Kuchen relativ Ei und Butter beladen. Dazu kommen manchmal Zutaten wie Milch, Sahne oder Schmand, die einem Kuchen den letzten Schliff geben. Das Problem ist nun, wer in einen Kuchen beißt der erwartet genau so ein Gemisch aus Tierprodukten; vegane Rezepte haben es da schwer unsere antrainierten Erwartungen zu erfüllen.

Zunächst überrascht das Rezept durch Einfachheit: Nichts kompliziertes, keine ausgefallenen Zutaten. Eigentlich muss man nur ein paar Dinge zusammen rühren – fertig! Die Proteine des Eis werden einfach weggelassen, interessantgerweise hat dies kaum geschmackliche Nachteile. Dem Kuchen fehlt zwar das Ei-Aroma, aber das ist kein prinzipielles Geschmacksproblem. Leider ist das fehlende Ei sehr wohl ein Problem für die Krume. Dieser Kuchen ist ganz klar brüchig. Wer genau auf meine Fotos schaut, der wird sehen, wie wenig ich die Kuchenstücke bewegen wollte. Der Kuchen drohte schlicht zu zerbröseln.

Leider gibt es noch mehr Nachteile. Die Krume ist trocken und schmeckt deutlich nach Öl. Der starke Öl-Geschmack ist ein Grund diesen Kuchen in Maßen zu genießen. Positiv ist jedoch dass der Kuchen auch über Tage seinen Geschmack hält und kaum trockener wird. Die weiße Krume schmeckt zwar stark nach Öl, aber sonst doch recht lecker. Die dunkle Krume formt durch die Schokolade einen klaren Kontrast und sorgt für einen soliden Marmorkuchen. Wer nicht weiß, dass der Marmorkuchen vegan ist, wird es kaum vermuten. Und wer keine überhöhten Ansprüche an Kuchen stellt, wird sagen dass der Kuchen gelungen ist.

Im Originalrezept wird eine Schokoladenglasur empfohlen. Damit wird der Kuchen sicher abgerundet. Für Veganer bietet sich hier eine echte Marmorkuchenlösung!

Das Rezept in Kürze: 325g Mehl, 50g Stärke (z.B. Maisstärke), 15g (1 Packung) Backpuler in eine Schüssel sieben und mit 240g Zucker, 10g (1 Packung) Vanilliezucker, und 1,5g (1/4 Tl) Salz vermischen. 220g geschmacksneutrales Öl, 240g Pflanzenmilch (z.B. Sojamilch), und 45g (3 El) Rum mit den trockenen Zutaten verrühren. Ein drittel des Teiges mit 40g (4 El) Kakaopulver45g (3 El) Pflanzenmilch und 120g Schokoladensplittern verrühren. Anschließend die Hälfte der hellen Masse in eine Kuchenform geben, die dunkle Masse darauf und darauf die restliche helle Masse geben. Nun mit einer Gabel durch den Kuchen wirbeln und bei 175ºC für 60 Minuten backen. Auf Wunsch mit einer Glasur aus 200g geschmolzener Schokolade mit 1 El Öl überziehen.

Viel Spaß beim Essen!

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