Der Latte-Macchiato Marmorkuchen

Tja, da wollte ich einen tollen, interessanten, innnovativen Marmorkuchen backen um ihn hier und heute zu präsentieren, doch mein Ofen wollte es nicht. Wir sind gerade umgezogen und haben deshalb einen neuen Ofen. Dieser eigentlich tolle Ofen hat sich nach einer halben Stunde ausgeschaltet. Das Problem ist inzwischen gelöst, aber den Kuchen werde ich ein anderes Mal vorstellen müssen. So schlimm ist es glücklicherweise nicht, weil ich noch einen anderen genialen Marmorkuchen auf Vorrat hatte.

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Latte-Macchiato Marmorkuchen heißt er und stammt, wie mein erster Marmorkuchen, vom Blog Zucker, Zimt und Liebe. Seinen Namen hat dieser Kuchen durch hat einen Schuss Milch und einen Schuss Espresso. Der Espresso fügt eine kaum schmeckbare Kaffee-Grundnote zu. Wer nicht weiß, dass Kaffee im Kuchen ist, wird es auch kaum herausfinden.

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Diesen Marmorkuchen habe ich jetzt schon zwei Mal gebacken und beide Male wurde er ratzefatz aufgegessen. Freunde und Gäste fanden ihn wirklich lecker. Das ist auch gut verständlich. Der Kuchen schmeckt leicht süßlich. Er hat ein weiches, rundes und vollständiges Aroma. Der Kaffee im Kuchen fügt keinen Kaffeegeschmack zu, sondern rundet den Marmorkuchen ab und gibt ihm den Geschmack den ein Marmorkuchen haben sollte. Der Teig ist saftig. Die weiße Krume hebt sich von der dunklen Krume ab, sodass die beiden Texturen Abwechslung und gleichzeitig ein ineinandergreifendes Aroma bieten.

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Der Latte-Macchiato-Marmorkuchen hat leider doch ein paar Nachteile. Der Backpulveranteil im Rezept ist auch relativ gering. Das führt zu einer sehr kleinporigen bis unregelmäßigen Krume. An der Seite, auf der das meiste Gewicht beim Backen lag, waren teilweise keine Poren ausgebildet. Die große Menge an Zucker, Ei und Butter führen zu einem sehr schweren Kuchen, welcher fettig und deutlich im Magen liegt. Man sollte also nicht zu viel von diesem Kuchen essen, sondern ihn ausgebiebig mit anderen teilen: Gier wird bestraft!

Aber diese Nachteile sind Kleinigkeiten. Insgesamt lässt sich sagen, dass das runde Aroma und die saftige Krume diesen Kuchen zu einem heißen Tipp machen, den man auf jeden Fall empfehlen kann, wenn Gäste kommen.

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Das Rezept in Kürze: 280g Butter mit 580g Zucker schaumig schlagen. 6 Eier einzeln, nacheinander unterrühren, bis ein Crème ensteht. 375g Mehl, 1 Tl Backpulver und eine Prise Salz vermischen, in den Teig sieben und anschließend mit 240g Milch, 125g Schmand und 3 El Espresso unterheben. Zwei Drittel des Teiges in die Gugelhupfform füllen, dann 2 El Espresso sowie 2-3 El Kakao unter das restliche Drittel heben. Auch dieses in die Backform geben und kurz eine Gabel kreisend durch die Masse ziehen. Den Kuchen bei 175° C für 60-70 Minuten backen.

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Marmorkuchen nach Oma Anni John

Ist dies das Marmorkuchen Grundrezept? Der zweite Marmorkuchen meiner Suche ist auf jeden Fall klassisch, wenn nicht der Klassiker schlechthin. Shia vom Blog Cake Invasion hat den Marmorkuchen von Oma Anni John schon etwas länger im Repertoire und der Kuchen ist wirklich lecker. Trotzdem muss ich gestehen, dass er mich nicht vom Hocker gehauen hat. Wahrscheinlich hat der Kuchen mich nicht über die Maße beeindruckt, weil er so klassisch ist; quasi der Über-Klassiker.

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Die Bilder von diesem Kuchen zeigen ihn kurz vor dem wahrscheinlich letzten Frühstück im Garten dieses Jahres. Dort hat der Kuchen vorzügliche Arbeit geleistet. Wenn ihr einen klassichen Marmorkuchen ohne Rumgehampel und Überraschungen sucht, der euch sicher nicht enttäuscht, dann habt ihr hier euer Rezept gefunden.

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Wie gesagt, der Kuchen ist ein Klassiker. Sein Geschmack ordnet sich der Norm in jeder Hinsicht unter. Früher, als Alkohol noch Hip war, sollte Alkohol natürlich auch im Kuchen sein. Die weiße Krume ist (vielleicht deshalb) ein leckerer, buttrig-süßer Rührkuchen mit leichtem Rum-Aroma. Die Kakaokrume hat den herrlich-typischen Marmorkuchengeschmack und formt den Kakao-Kontrast zur hellen Krume, auf den ich mich immer so freue. Der schwarze und der weiße Teil der Krume haben dieselbe, nahezu perfekte, gleichmäßige Struktur. Der Kuchen schmeckt rund, jedes Stück macht Lust das nächste.

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Soll ich diesen Kuchen empfehlen? Nun, ihr merkt vielleicht dass es mir schwer fällt etwas besonders Gutes über diesen Kuchen zu sagen, außer dass er lecker ist. Es fällt mir aber auch genauso schwer etwas Schlechtes zu sagen. Der Kuchen ist einfach ein grundsolider Klassiker. Und als das, als Klassiker, kann man ihn empfehlen. Wenn ihr eure Verwandten überraschen wollt, ist dieses Rezept die falsche Wahl; falls ihr aber Gäste aus Übersee habt, die noch nie einen Marmorkuchen gegessen haben, dann müsst ihr diesen Kuchen unbedingt backen.

Das Rezept in Kürze: 300g Butter, 275g Zucker, 8g (1 Packung) Vanillinzucker, und 1 Prise Salz schaumig rühren, dann 4 Eier einzeln und nacheinander unterrühren bis alles eine Crème bildet. Anschließend 125g Milch und einen Schluck (3El) Rum mit der Crème verrühren und 500g Mehl vermischt mit 15g (1 Packung) Backpulver unterheben. Die Hälfte der Masse in einen Gugelhupf füllen, danach 4El Kakao (nach belieben mehr) und 3El Milch (nach belieben mehr) und eventuell Schokoladenstückchen unter die andere Hälfte heben. Die braune Masse auf die Weiße geben, mit einer Gabel kurz durchzwirbeln und bei 180° C für 50-60 Minuten backen.

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Marmorkuchen mit Roter Grütze

Der Start meiner neuen Marmorkuchen-Serie beginnt gleich mit einem kreativen Marmorkuchen vom Blog Zucker, Zimt und Liebe. Zum Blog lässt sich sagen, dass er mich bei Kuchen bisher nicht enttäuscht hat. Auch dieser, erst kürzlich gepostete Marmorkuchen mit Roter Grütze bildet keine Ausnahme.

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Ich esse liebend gerne Marmorkuchen mit Marmelade, weshalb ich von der Idee des Kuchens ziemlich schnell begeistert war. Da ist es doch schön zu wissen, dass auch die Umsetzung der Idee funktionert hat.

Der Marmorkuchen ist einerseits klassisch im Geschmack. Er hat einen herrlichen Kontrast von weißem und schwarzem Teig, mit dem typischen, und mir so wichtigen Marmorkuchenaroma. Der weiße Teil funktioniert quasi wie das weiße Blatt Papier auf dem die schwarze Farbe ihre Geschichte erzählen kann. Durch die Grütze im Teig, wird der Kakao-Teil herrlich fruchtig ohne seine Schokoladuge Note zu verlieren. Mit einem Milch-Geschmack im Hintergrund, kann man zwar keine Explosion, aber doch ein kleines Spiel der Aromen erwarten. In der weichen Krume fügt sich alles zu einem runden Geschmack; ohne dass ein Aroma besonders oder unangenehm heraus stechen würde.

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Der Kuchen ist nicht zu süß und nicht besonders schwer. Die rote Grütze im Teig ist eine lohnende Ergänzung. Die Früchte machen die Konsistenz interessanter und sacken auch nicht auf den Boden des Kuchens. Ich bin rundum zufrieden mit dem Ergebnis. Es lohnt sich, backt den Kuchen nach!

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Das Rezept in Kürze: 225g weiche Butter, 200g feinen Zucker und eine Prise Salz schaumig rühren. 4 Eier einzeln und nacheinander hineinschlagen, bis sie sich ganz auflösen und eine Créme entsteht. 3 El Milch einrühren und schließlich 325g Mehl und 5g Backpulver unterheben. Nun die Hälfte des Teiges in eine lange Kastenform geben, und 100g Rote Grütze sowie 30g Kakao unter die andere Hälfte des Teiges heben. Abschließend die dunkle Masse auf die helle Masse in die Form geben und mit einer Gabeln einmal kurz durch rühren, bevor man alles bei 175°C für 60-70 Minuten bäckt.

 Kleine Notiz: Wer keine Rote Grütze hat, kann stattdessen Marmelade und drei Esslöffel Wasser in den braunen Teil des Teigs geben.

Die Suche nach dem Heiligen Marmorkuchen

Herrlicher Marmorkuchen ist für mich das höchste der Gefühle. Er ist so klassisch gut, dass er mit allen kreativen, süß-fruchtigen Kuchen mithalten kann. Marmorkuchen kann ich sowohl nachmittags als auch zum Frühstück essen. Pur mag ich ihn genauso gerne wie mit Marmelade, Kaffee oder Orangensaft. Also eigentlich immer und unter allen Umständen.

Nach langem Probieren, vielen Erfolgen und manchen Miserfolgen will ich nicht mehr ziellos durch Blogs und Foren streifen; ich will gezielt suchen! Jetzt ist es so weit, ich will ihn finden! Es gibt ihn, ganz sicher! Den besten, ja beinahe heiligen Marmorkuchen!

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Marmorkuchen war schon immer einer meiner liebsten Kuchen. Wer immer ihn bedacht hat, war genial. Der Marmorkuchen ist die Quadratur des Kreises. Ja, ja, die Quadratur des Kreises. Ein guter Marmorkuchen vereint Kontrast und Einklang. Der helle Teil ist meist ein einfacher Rührkuchen, der dunkle Teil hat Aroma und formt einen sachten aber deutlichen Kontrast. Gleichzeitig müssen sich die Geschmäcker der beiden Teile ineinander fügen. Neben dem Geschmack formt ein guter Marmorkuchen Kontrast und Einklang auch noch in Farbe und Struktur.

Genug geschwärmt, ich liebe Marmorkuchen und backe zur Zeit regelmäßig einen. Um meine Erfahrungen nicht irgendwo zu verlieren, sondern sie mit euch zu teilen, habe ich beschlossen eine lose Serie zu machen, in der ich Marmorkuchen suche und rezensiere. Ich bin gespannt was sich so finden lässt. Ab sofort wird es deshalb eine eigene Kategorie in meinem Blog geben, die sich ganz dem Marmorkuchen widmet.

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Um alle Marmorkuchen auch wirklich vergleichen zu können, achte ich immer auf ein paar Grundsätze:

  • Alle Kuchen werden ohne Puderzucker, Schokolade oder andere Glasuren gebacken; nur der pure Teig wird beurteilt.
  • Neben dem Geschmack wird auch die Krume beurteilt.
  • Bei der Geschmacksbeurteilung bewerte ich die einzelnen Teile und ihr Zusammenspiel.
  • Es gibt einen typischen Marmorkuchengeschmack; ein kontrastierendes Aroma, dass ich als etwas bitter, schokoladig und Kaffee-artig beschreiben würde. Diesen Geschmack habe ich immer als Leitlinie im Kopf, wenn ich einen Kuchen beschreibe.
  • Ich bin kein Freund von Zimt im Kuchen, echt nicht. Zimt gehört in keinen Marmorkuchen. Diese Zutat werde ich, ganz freundlich, schlicht und einfach überlesen.

Zum vorletzten Punkt: Natürlich kann ein Marmorkuchen auch einen anderen Geschmack haben. Aber dann muss er mich irgendwie anders überzeugen. Es sollte auch deutlich sein, wieso er dann noch Marmorkuchen heißt, und nicht zum Beispiel Kuh-Kuchen oder so.

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Kling das streng? Ich glaube nicht. Viele Rezepte sind sowieso super. Aber manche sind halt etwas besser. Der erste Marmorkuchen kommt Mittwoch Abend. Viel Spaß beim lesen!