Kuchen im Glas

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Kuchen im Glas ist die geniale Antwort des verplanten Hedonisten. Ich liebe diese selbstgemachten Kuchenkonserven, falls unerwartet Freunde vorbeikommen oder falls ich einfach mal Lust auf Kuchen kriege. Sobald eine Ladung von Kuchen im Glas alle ist, lässt die nächste selten lange auf sich warten. Der Vorteil liegt auf der Hand. Sollte irgendjemand Lust auf ein bisschen Kuchen kriegen, ist das Glas schnell geöffnet und eine kleine Potion Kuchen wartet darauf verzehrt zu werden.

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Es eignen sich vor allem einfach gehaltene Rührkuchen. Sahne, Merengue und andere Raffinessen können schlicht nicht konserviert werden. Meistens mache ich deshalb Zitronenkuchen oder einen verfeinerten Marmorkuchen. Leider leidet der Geschmack ein bisschen, wenn der Kuchen länger steht. Außerdem habe manche Teige auch die Neigung etwas zäh zu werden. Aber das kann man durch eine geeignetes Rezept verhindern. Nichtsdestotrotz ist der Kuchen im Glas, meiner Ansicht nach, eine geniale Erfindung. Kuchen im Glas ist Genuss, haltbar gemacht, für den richtigen Moment.

Für Kuchen im Glas eignen sich eigentlich alle Vakuum-verschließbaren Gläser. Am besten sind Gläser die nach oben weiter werden. Bon Maman Marmeladengläser haben so eine Form. Geeignete Gläser hebe ich regelmäßig auf. Andere Marmeladengläser und sogar Gläser von Essiggurken tun es aber auch.

Ich probiere immer gerne neue Rezepte aus. Für die heutige Runde gab es einen Marmorkuchen vom Blog Zucker , Zimt und Liebe. Abgesehen vom soliden Rezept, ist der Eintrag echt kreativ und einen Blick wert. Um sechs Bon Maman Marmeladengläser zu füllen, habe ich das Rezept halbiert.

 

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Rezept für den Rührteig:

– 3 Eiweiß;
– 75g Zucker;

– 250g Butter (zimmerwarm);
– 75g Zucker;
– 2 Tl Vanilliezucker (bzw. 1 Packung Vanilliezucker);
– 1 Prise Salz;
– 1 Ei;
– 3 Eigelb;
– 300g Mehl;
– 4 gestrichene Tl Backpulver (bzw. 1/2 Packung Backpulver);
– 2 El Milch;

… für die dunkle Hälfte:

– 1 El Milch;
– 3 El Kakao;

… zwischen den Schichten:

– Orangenmarmelade nach Bedarf (bei mir war es 1/3 vom ganzen Glas).

 

Zunächst sollte man die Gläser mit Butter einfetten, mit Mehl bestäuben und den Ofen auf 160° C vorwärmen. Die Temperatur wähle ich relativ niedrig um die Oberseite des Kuchens nicht zu verbrennen. Die Gläser schirmen sehr viel Hitze ab und das Kucheninnere braucht daher, trotz der kleinen Größe des einzelnen Kuchens, länger als normal um durch zu backen.

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Für den Kuchen beginnt man damit die drei Eiweiße zu Eischaum zu schlagen. Wenn die Eiweiße die ersten Blasen bilden und nicht mehr durchsichtig sind, die 75g Zucker in drei Schritten hinzufügen. Der Zucker stabilisiert den Eischaum.
Um den Teig anzurühren, den Zucker, den Vanilliezucker und das Salz mit der zimmerwarmen, weichen Butter schaumig rühren. Das eine ganze Ei und die drei Eigelbe nach und nach unter rühren, bis die Eier vollständig vom Teig aufgenommen sind. Mehl, Backpulver und Milch unterrühren. Nun den Eischaum vorsichtig unterheben. Das geht anfangs etwas mühsam, da der Teig noch recht fest ist, aber mit Geduld geht alles!

Jetzt die Hälfte des Teiges auf die Gläser verteilen und drei bis vier Teelöffel Orangenmarmelade in jedem Glas auf dem Teig verteilen.

Anschließend die Milch und den Kakao unter den restlichen Teig heben und auf die Gläser verteilen. Nun mit einer Kuchengabel bis in den unteren Teig stechen und mit einer einzigen, Haken-artigen Bewegung die weiße und braune Teigschicht leicht durcheinander bringen. Zum Schluss, die Gewinde der Gläser von Teigresten reinigen, damit die Gläser später perferkt schließen.

Nun kommen die Gläser ab in den Ofen und anschliend kann man sich auf den Kuchen freuen. Wie lange man sich auf den Kuchen freuen muss, hängt stark von den Gläsern ab. Ich habe meine Gläser 50 Minuten im Ofen gehabt. Man sollte aber nicht zu viel auf diese Angabe vertrauen, sondern ein Auge auf die Kuchen werfen. Die Stäbchenprobe ist ein Muss, da durch die wärme-isolierenden Gläser die Kuchen ungleichmäßig garen.

Wenn die Gläser aus dem Ofen kommen, müssen sofort die Deckel auf die Gläser. Achtung, nicht die Finger verbrennen und einen Topflappen benutzen! Falls der Kuchen über den Glasrand hinaus steht, schneide ich diesen Teil immer ab.

Soabld die Gläser abgekühlt sind, kann man sehen ob sie verschlossen sind. Wenn man den Deckel nicht eindrücken kann, hat sich ein Vakuum gebildet und der Kuchen ist sicher eingeschlossen. Sollte kein Vakuum entstanden sein (d.h. man kann den Deckel eindrücken), ist Luftaustauch möglich und man sollte von begrenzter Haltbarkeit der Kuchen ausgehen. Ja, sofort essen ist die beste Lösung.

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Natürlich kann ich nicht für die Haltbarkeit garantieren. Wenn ein Kuchen ein paar Wochen steht, dann muss man immer kontrollieren ob er noch gut ist. Wenn er seltsam schmeckt, wird das einen Grund haben: Weg damit!

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2 Gedanken zu “Kuchen im Glas

  1. Pingback: Der Latte-Macchiato Marmorkuchen | ofenkante

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